Die ungarische Wirtschaft befand sich schon vor der Finanz- und Wirtschaftskrise auf einem deutlich abgeschwächten Wachstumspfad. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs 2007 um 1,1 Prozent und 2008 um 0,6 Prozent. Durch die weltweite Konjunkturentwicklung geht die gesamtwirtschaftliche Produktion 2009 laut EU-Prognose um rund 6,5 Prozent zurück, 2010 soll die Wirtschaft um weitere 0,5 Prozent schrumpfen.
Ungarn strebt weiterhin die Einführung des Euro an. Um die Konvergenzkriterien zu erfüllen, verfolgt Ungarn einen strikten Konsolidierungskurs, der erste Erfolge zeigt. Die ungarische Währung Forint floatet seit Februar 2008 frei gegenüber dem Euro. Nach einer starken Abwertung im Zuge der Finanzkrise, hat sich der Forint mittlerweise wieder stabilisiert.
Die Arbeitslosigkeit steigt rasch. Die Arbeitslosenquote lag 2007 bei 7,4 Prozent, 2008 bei 7,8 Prozent und in 2009 bei 10,8 Prozent.
Durch die schwächere Konjunktur ist die Inflation rückläufig. Lag sie 2007 noch bei 7,9 Prozent und 2008 bei 6,1 Prozent so lag die Preissteigerung für 2009 bei 4,0 Prozent. Angesichts der Anhebung der Mehrwertsteuer um 5 Prozentpunkte im Juli 2009, ist die Inflation als sehr gering zu bewerten.
Ungarn hat einen relativ hohen Anteil von Erdgas am Gesamtprimärenergieverbrauch, der in den vergangenen Jahren leicht rückläufig war (2008: 39,3 Prozent, zum Vergleich 2006: 41 Prozent; 2007: 40 Prozent). Die Sicherung von Gasimporten stellt daher – bei rückläufiger heimischer Produktion – eine wichtige Priorität der ungarischen Energieaußenpolitik dar. Ungarn unterstützt deshalb sowohl das Nabucco-Projekt als auch die vom russischen Energiekonzern Gazprom initiierte South-Stream-Pipeline.
Hauptstadt: Budapest
Fläche in km²: 93.030
Einwohnerzahl: 10,05 Mio
Gesamtgasverbrauch Land
(Mrd kWh): 139,1
Beteiligung: E.ON Földgáz
Trade Zrt.*
Abkürzung: EFT
Standort: Budapest
Anteil %: 100,00*
Engagement: seit 2006
Beteiligung: Panrusgáz Zrt.
Abkürzung: PANRUSGÁZ
Standort: Budapest
Anteil %: 50,00
Engagement: seit 2006