Estland
Nach zweistelligen Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts in den Vorjahren hat in Estland seit 2007 eine Phase der wirtschaftlichen Anpassung eingesetzt, deren Folgen seit 2008 voll zum Tragen kommen. Während im Jahr 2008 das Wirtschaftswachstum um 3,6 Prozent zurückging, wird für das Jahr 2009 - von der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise beeinflusst - ein Minus im zweistelligen Bereich erwartet. Mit einem neuen Wachstum wird erst wieder ab 2011 gerechnet. Eines der wichtigsten Ziele der estnischen Regierung ist die Einführung des Euro, die derzeit für 2011 angestrebt wird. Während die Einhaltung des Inflationskriteriums bis dahin wohl kein Problem sein wird, bereitet die Entwicklung des Haushaltsdefizits Sorge. Zudem wird erwartet, dass die Zahl der Arbeitslosen von ehemals rd. 4 Prozent auf über 10 Prozent Ende 2009 steigen wird.