Kartenausschnitt mit farblicher Hinterlegung Norwegens

Norwegen

Norwegens Wirtschaft hat die globale Finanzkrise, insbesondere aufgrund seiner Einnahmen aus der Öl- und Gasförderung, deutlich besser überstanden als die meisten anderen Industriestaaten. Für das Jahr 2009 wird lediglich mit einer geringen Rückgang des BIP gerechnet. Obwohl deutliche Lohnkostensteigerungen in der Vergangenheit, vor allem aufgrund von bereits eintretenden Engpässen auf dem Arbeitsmarkt, zu verzeichnen sind, werden für das Jahr 2010 mit einer Inflationsrate von nur 1,1 Prozent kaum Preissteigerungstendenzen erwartet. Allerdings dürfte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt bei einer Arbeitslosenquote von rund 4 Prozent kaum mehr verbessern können.

Nach wie vor ist Norwegen eines der wichtigsten Erdgas-Exportländer in Europa. Dennoch weist es mit 1,5 Prozent einen sehr niedrigen Anteil von Erdgas am Primärenergieverbrauch auf. Dabei werden 75 Prozent des Erdgasbedarfs über inländische Pipelines transportiert, aber auch LNG (Liquefied Natural Gas) spielt eine zunehmend wichtige Rolle.

Der inländische Erdgasverbrauch beträgt jährlich über 3,2 Mrd kWh, wovon mehr als 83 Prozent auf die Industrie, nur 7 Prozent auf den Dienstleistungssektor und die privaten Haushalte sowie 10 Prozent auf sonstige Kunden entfallen. Rund 55 Prozent der Nachfrage im Industriesektor werden von der chemischen Industrie getragen.

Norwegen

Hauptstadt: Oslo
Fläche in km²: 324.000
(mit Spitzbergen u. Jan Mayen:
385.000)
Einwohnerzahl: 4,68 Mio
Gesamtgasverbrauch Land
(Mrd kWh): 3,2

Beteiligung: Gasnor AS
Abkürzung: GASNOR
Standort: Karmoy
Anteil %: 14,00
ERI-Engagement: seit 2001

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