Nach Jahren des robusten Wirtschaftswachstums, Anstieg der Beschäftigtenzahl, Rückgang der Arbeitslosenquote und deutlichen Überschüssen der öffentlichen Haushalte hat auch Finnland die Auswirkungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise zu spüren bekommen. Die finnische Wirtschaft ist 2008 nur um real 0,9 Prozent gewachsen. In den Jahren 2009 und 2010 wird mit einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts im niedrigen einstelligen Prozentbereich gerechnet.. Die Arbeitslosenquote beträgt rund 7,0 Prozent, verbunden mit einem Anstieg des Lohnniveaus, unterstützte zwar die Binnennachfrage, trug aber auch zur Erhöhung der Inflationsrate auf 2,5 Prozent bei.
Der Energieverbrauch pro Kopf in Finnland ist bedingt durch das Klimas und der energieintensiven Industrien ist überdurchschnittlich hoch. Finnland kann nur knapp die Hälfte seines Primärenergiebedarfs aus eigenen Quellen decken. Der Energiemix aus Erdöl, Erdgas, erneuerbare Energien, Kernkraft Kohle und Torf ist ausgewogen, wobei der Erdgassektor einen Anteil von rund 11% am Primärenergieverbrauch einnimmt. Das Gas wird ausschließlich im Rahmen eines langfristigen Gasliefervertrags aus Russland bezogen. Im Jahr 2009 wurden etwa 4,1 Mrd m³ Gas importiert. Davon verbrauchten Unternehmen der Schwerindustrie und Energieerzeugung mehr als 95 Prozent. Der Anteil der Haushaltskunden liegt bei unter 1 Prozent. Auch künftig wird die Gasnachfrage vor allem durch den geplanten Ausbau der Papier- und Chemieindustrie sowie den Bau von neuen Anlagen zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung (CHP-Anlagen = Combined-Heat-and-Power-Anlagen) bestimmt.
Finnland wurde wegen seines isolierten Markts von der Verpflichtung zur gesellschaftsrechtlichen Entflechtung von Netzbetrieb und Vertrieb gemäß der Richtlinie der Europäischen Union 2003/55/EG entbunden.
Hauptstadt: Helsinki
Fläche in km²: 338.145
Einwohnerzahl: 5,28 Mio
Gesamtgasverbrauch Land
(Mrd kWh): 45,0
Beteiligung: Gasum Oy
Abkürzung: GASUM
Standort: Espoo
Anteil %: 20,00
ERI-Engagement: seit 1999