Die anhaltend gute Konjunktur der tschechischen Wirtschaft führte zu einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von rund 6 Prozent bei einer auf 5,9 Prozent gesunkenen Arbeitslosenquote. Gleichzeitig stieg die Inflationsrate auf 5,4 Prozent aufgrund einer Erhöhung der Mehrwertsteuer und der Ölpreisentwicklung.
Die neue Regierung brachte eine Reihe wichtiger Reformen zur Sanierung des Haushalts auf den Weg. Diese betreffen Änderungen im Steuer-, Sozial-, Gesundheits- und Rentensystem, die bis zum Jahr 2009 greifen sollen. Energiepolitisch wurde entschieden, über die Amtszeit der Regierung hinaus keine neuen Kernkraftwerke zu planen sowie den Kohleabbau nicht über die bislang festgesetzten Grenzen hinaus auszudehnen. Diese Entscheidungen könnten dazu führen, dass das heutige Stromexportland Tschechien
zukünftig Strom importieren muss.
Zum 1. Januar 2007 wurde der tschechische Gasmarkt vollständig liberalisiert. Dadurch können alle Kundengruppen ihren Lieferanten frei wählen. Diese Wahlfreiheit wird bislang aber kaum genutzt.
Hauptstadt: Prag
Fläche in km²: 78.866
Einwohnerzahl: 10,35 Mio
Gesamtgasverbrauch Land
(Mrd kWh): 90,8
Beteiligung: Moravské
naftové doly a.s.*
Abkürzung: MND
Standort: Hodonín
Anteil %: 43,40*
ERI-Engagement: seit 2003
Beteiligung: SPP Bohemia a.s.**
Abkürzung: SPP BOHEMIA
Standort: Prag
Anteil %: 37,25**
ERI-Engagement: seit 2000
* über EUROPGAS a.s., Prag/Tschechische Republik, und SPP Bohemia a.s., Prag/Tschechische Republik
** über EUROPGAS a.s., Prag/Tschechische Republik, und SPP a.s., Bratislava/Slowakische Republik